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16.12.2017

Burnout - Nein, dafür haben wir keine Zeit! von Günther Luber

Müde, erschöpft, belastende Gedanken kreisen im Kopf, keine Ideen mehr, reizbar, irgendwie lustlos und: die Leistungsfähigkeit lässt nach. Das geht aber gar nicht. „Für Burnout haben wir keine Zeit!“ So höre ich es oft von UnternehmerInnen, egal ob sie selbst, oder Mitarbeitende davon betroffen sind. Je stärker das Image des „starken Mannes“ oder der „starken Frau“ sich Menschen anhängen, oder sich von anderen anhängen lassen, desto weniger werden die Erschöpfungssignale des Körpers und des Geistes als das was sie tatsächlich bedeuten wahrgenommen.

Aber seien wir mal ehrlich: haben wir nicht erst eine Finanzkrise durchlebt und dabei um unser Angespartes gezittert? Erhöht die weltweit immer größer werdende Verschuldung tatsächlich unseren Wohlstand? Wie intensiv vertrauen wir noch dem Euro? Gibt uns das Projekt „Europa“ tatsächlich mehr Sicherheit und Orientierung? Und dann noch die Globalisierung, die Digitalisierung, Industrie 4.0, verstärkte Forderungen nach veränderten Beschäftigungsfähigkeiten. Und so geht es weiter, immer weiter. Wohin führt das noch? Zum Burnout einer ganzen Gesellschaft?

Jedoch gibt es auch gegenteilige Überlegungen: Fortschritt im Sinne von „Fort-Schreiten“ gab es schon immer und wird es immer weiter geben. Wir könnten jedoch dieses „Fort-Schreiten“ mit einer Bedingung versehen: Gesundheit! Wenn wir die Gesundheit des Individuums, die Gesundheit der Unternehmen und der Gesellschaft ernst nehmen wollen, dann müssen wir erkennen, dass dem Menschen genetisch eine Grenze für seine Informationsverarbeitung gesetzt ist.

Wenn zu viele Informationen in zu schneller Zeit auf den Menschen einströmen, dann gibt es Störungen in dem empfindlichen Abstimmungs- und Steuerungsprozess des Gehirns. Die Aufmerksamkeits-, Wachsamkeits- und Verarbeitungsfunktion des Gehirns ist überlastet. Wir können uns nicht mehr richtig entscheiden. Deshalb ist der Mensch dann nur begrenzt für technische und strukturelle Veränderungen anpassungsfähig. Wir brauchen Zeit, bis unser emotionales System und unser Verstand Neues begreift und dazu lernt. Erst dann kann unsere Leistungsfähigkeit wieder steigen.

Wenn wir uns diese Zeit nicht nehmen, dann verlieren wir die Beziehung zu uns selbst: wir wissen schlichtweg nicht mehr was gut für uns ist, was wir brauchen, was wir wollen und wie wir es bekommen. Wir fangen an, an uns zu zweifeln, fühlen uns von anderen ausgenutzt, in unserer Freiheit eingeschränkt und können uns nicht mehr richtig wehren. Es fehlt die gesunde Abgrenzung nach innen und nach außen: zur Arbeit, zu Vorgesetzten, zur Familie und zu anderen Menschen. Wir sind nicht mehr in der Lage zum richtigen Zeitpunkt „Ja“ und zum richtigen Zeitpunkt „Nein“ zu

sagen. Unser Selbstwertgefühl schmilzt dahin. Dies bringt unseren persönlichen Orientierungsrahmen zum Wanken und wir verlieren unseren gewohnten inneren Halt.

Und immer ist damit auch ein Identitätsverlust verbunden: die Frage nach dem Wesentlichen, die Frage nach der eigenen Identität, was wir aus unserem innersten Kern heraus wirklich wollen, wer wir sind und die Frage, wie wir unser Leben aktiv gestalten können.

So sind die Krankheitstage aufgrund von Burnout zwischen 2004 und 2015 um das 18-fache gestiegen. Burnout ist eine Erschöpfungsdepression, d.h. jeder der „ausgebrannt“ ist, ist depressiv, aber nicht jeder der depressiv ist, besitzt diese ausgeprägte Erschöpfung.


Was sind die Entwicklungsphasen von Burnout? Woran erkenne ich Burnout?

1. Der Zwang sich zu beweisen → „Ich will etwas beweisen.“
2. Verstärkter Arbeitseinsatz → „Ich muss mich noch mehr anstrengen.“
3. Die Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse → „Das ist jetzt nicht so wichtig.“
4. Die Verdrängung von eigenen Bedürfnissen und Konflikten mit sich und mit Anderen
→ „Die verstehen mich nicht, da muss ich jetzt alleine durch.“
5. Die Umdeutung von Werten → „Das ist mir jetzt nicht mehr so wichtig.“
6. Die verstärkte Leugnung auftretender Probleme → „Keiner versteht mich.“
7. Der soziale Rückzug → „Ich brauche jetzt einfach nur Ruhe.“
8. Beobachtbare Verhaltensänderungen: Zurückgezogenheit, Aggressivität, zittrige Stimme, plötzlich auftretendes Stottern, Dünnhäutigkeit, Unkonzentriertheit.
9. Verlust des Gefühls eigener Persönlichkeit → „Was macht mich eigentlich aus?“
10. Innere Leere → „Wozu mache ich das alles eigentlich?“
11. Depression, Verzweiflung, Suizidgefahr → „Macht mein Leben überhaupt noch Sinn?“
12. Völlige körperliche, mentale und emotionale Erschöpfung → „Ich kann nicht mehr.“

Wie kommt man da raus? Oftmals werden die vom Burnout Betroffenen aus dem Berufsleben gezogen und stationär behandelt, in einer „heilen“ Welt. Und das war`s. Jedoch kann man Burnout nicht mit „Ausruhen“ heilen. Wer sein Burnout wirklich heilen will, muss sich auf die Suche nach den konkreten Ursachen machen. Was also wirklich hilft, ist die Suche nach sich selbst, nach einem Leben, das im Wesentlichen den eigenen Bedürfnissen entspricht. Diese Suche kann mit professioneller Begleitung leichter und wirksamer durchgeführt werden.

Aber muss es denn erst soweit kommen? Nein, wir müssen uns wahrlich keine Zeit mehr für Burnout nehmen. Denn es gibt eine vortreffliche Methode, Burnout zu vermeiden. Haben Sie einige der folgenden Symptome, oder beobachten Sie diese bei Anderen: Unsicherheit, Nörgelei, Misstrauen, die Überzeugung alles selbst machen zu müssen, das Gefühl ausgebeutet zu werden, keinen klaren Kopf mehr zu haben, Ängste, Pessimismus, körperliche Beschwerden, wie z.B. Schlafschwierigkeiten, Energielosigkeit, Kopf-, Bauch-, Gliederschmerzen? Dann wird es höchste Zeit, Kontakt mit uns aufzunehmen.


Damit Ihre Leistungsfähigkeit nicht sinkt, bieten wir Ihnen in unserem Steinbeis-Beratungszentrum „Unternehmenssicherung“ mit unserem bewährten 2+8=Weitblick©-Prinzip in geschützter Atmosphäre Klarheit und Orientierung für Ihr persönliches, familiäres, berufliches und unternehmerisches Umfeld.

Sie erhalten für sich und Ihr Unternehmen sofort umsetzbare Maßnahmen, sowie neue Perspektiven. Wir begleiten Sie individuell und vertraulich auch bei der Umsetzung, so lange Sie es für nötig erachten. Konflikte lösen, sich selbst erneuern, das eigene Leben wieder selbst bestimmen, die eigene Zukunft aktiv gestalten und die Unternehmenszukunft langfristig sichern. Das sind unsere Aufgaben. Ihrem Burnout von Anfang an keine Chance geben!

Autor Günther Luber - Sie erreichen mich unter 07031 2814308

 Burnout - Nein dafür haben wir keine Zeit!.pdf


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